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Ortsgeschichte

Wappen von Nordwalde
Nordwalde

im
- Kreis Steinfurt
- Regierungsbezirk Münster
- Land Nordrhein-Westfalen


Inmitten der Parklandschaft des Münsterlandes liegt die Gemeinde Nordwalde. Zum ersten Mal erwähnt wird der Name Nordwalde in einer Urkunde des Bischofs Werner von Münster aus dem Jahre 1151. Laut Urkunde bestätigte damals der Bischof die Besitzungen des Klosters Asbeck u.a. einen Zehnten in Northwalde. Da der Name Nordwalde hier rein zufällig mit anderen Orten auftaucht, handelt es sich bei diesem Schriftstück mit Sicherheit nicht um eine Gründungsurkunde. Eine viel frühere Besiedlung des jetzigen Gemeindegebietes beweisen vorgeschichtliche Funde. Einzelhöfe herrschten bei der Besiedlung vor, zu denen zählen die alten Herrensitze Bispinghof (Hof des Bischofs), Pröbstinghof (Hof des Domprobstes), Althaus und Herzhaus. Einige dieser Gebäude sind auch heute noch erhalten und dienen als Zeugen einer traditionsreichen Geschichte.

Heute setzt sich der Ort aus dem früheren Kirchspiel Nordwalde und den Bauerschaften Kirchbauerschaft, Feldbauerschaft, Suttorf, Westerode und Scheddebrock zusammen.

Über die Jahre hinweg hatte Nordwalde unter zahlreichen Kriegen zu leiden. Um 1590 lagerten die Spanier ein halbes Jahr lang in Nordwalde. Als Begleiter dieser furchtbaren Zeit traten Teuerung, Hungersnot und die Pest auf. Der Dreißigjährige Krieg brachte weiteres Elend. Ein Unterführer des Tollen Christian befand sich in Nordwalde. Wiederum Hungersnöte und Krankheit brachte der Siebenjährige Krieg. Später kam die Zeit der Franzosenherrschaft und letzten Endes die beiden großen Weltkriege.

Die Gemeinde Nordwalde hat sich trotzdem in all den Jahren weiterentwickelt. Sie erlebte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einen sprunghaften Anstieg der Bevölkerungszahl als zu den 5.000 Einwohnern 1.500 Vertriebene hinzukamen. Seit Mitte der sechziger Jahre vollzog sich in Nordwalde eine zweite, diesmal aber stetige Aufwärtsentwicklung der Einwohnerzahl auf heute ca. 9.900.